Lesen Sie hier, was unsere Beweggründe für die Erstellung eines „naturnahen Spiel- und Begegnungsraums für alle Generationen“ waren und auch noch sind.

Die Idee entstand im Jahr 2010 vor dem Hintergrund fehlender Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche sowie der Wünsche von Senioren nach Begegnungsorten.

Die Anfrage nach Spielräumen bei den Ratsherren der Gemeinde wurde mit dem Hinweis beantwortet, dass man im Ort keinen weiteren Spielplatz brauche, da in den meisten Gärten z.B. Spielgeräte vorhanden seien.

 

Dagegen stellten die Bürger bei einer Befragung fest:
In den Neubaugebieten nehmen Parkplätze und Straßen immer mehr Raum ein – naturnahe, öffentliche Bereiche zum freien Spielen und Treffen sind nicht vorhanden. Es fehlte aus Sicht der Bürger ein Raum für das freie Spielen und damit ein Ort für die Entwicklung von Eigeninitiative, Kreativität und Gemeinschaftssinn.

 

Hier setzt unser Projekt „Naturnaher Spiel- und Begegnungsraum für Kinder, Jugendliche und Senioren“ an.

Da die Entwicklung des naturnahen Spiel- und Begegnungsraums als fortlaufender Prozess angelegt ist und für das Projekt eigens ein Verein gegründet wurde, ist das Projekt von Beginn an nachhaltig verankert. Das Projekt ist ein Pilotprojekt für eine zeitgemäße und den aktuellen Themen wie Natur-, Umwelt- und Klimaschutz angepasste Gestaltung eines Spielraumes. Die gemeinsame Planung und Realisierung wird eine sozial nachhaltige Identifikation mit dem Spielraum schaffen. Die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure in der Leader-Region „Der Selfkant“ fördert die regionale, zukunftsweisende Entwicklung auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.

Die Betreuung des Spielraumes wird durch den Verein Spiel(T)räume Birgden e. V. und die Gemeinde Gangelt gewährleistet. Eine grundlegende Infrastruktur und verschiedene Bereiche für einzelne Zielgruppen geben den Rahmen vor. Dem freien Spiel und der freien Begegnung sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Mit unserem Projekt haben wir eine pädagogisch sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Spielplätzen geschaffen.  Menschen jeden Alters und jeder Herkunft mit oder ohne Beeinträchtigungen werden angesprochen und angeregt. Somit erfüllen wir nicht nur das inter generative Ziel, sondern wirken auch Inklusiv und Integrativ. Das Gelände ist eingeschränkt behindertengerecht.

Die Spiel- und Erfahrungsräume sollen möglichst aus Naturmaterialien bestehen. Kinder und Jugendliche sollen in der Natur das Leben „begreifen“ und lernen Unwägbarkeiten zu meistern, Miteinander zu üben, Rücksicht zu gewähren, Streiten zu können und die Natur schätzen und lieben zu lernen.

Kinder benötigen Platz, um phantasievoll ihre Abenteuerlust zu stillen und ihre Kräfte messen zu können. Lernen in Gemeinschaft und Erfahrungen im Miteinander sammeln, damit später ein eignes Leben gelingt.

Erwachsene werden durch den Kontakt mit spielenden Kindern ihre erlebte Vergangenheit mit der Zukunft verknüpfen. Ihre motorischen, sozialen und kommunikativen Fähigkeiten könnten in der freien Natur –  ebenso wie bei Kindern – trainiert werden.

Für Seniorinnen und Senioren sind diese Begegnungen und Verbindungen eine wirkungsvolle Antwort auf Strukturverlust, Einsamkeit und Isolation im Alter. Junge Kinder und Senioren profitieren voneinander und Jugendliche und Senioren lernen miteinander. Das Umweltbewusstsein wird gezielt gefördert, schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen wird sichtbar dargestellt. Natur und Umwelt werden durch die unterschiedlichsten Beteiligungsformen „spielerisch“ erlebbar. Umweltschutz erfolgt so ohne pädagogischen Druck.

 

Beteiligungsmöglichkeiten auf dem Platz, Bildungs- und Qualifizierungsangebote stärken und sichern den Aspekt der Teilhabe. Die Menschen, ob Jung oder Alt, fühlen sich dazu gehörig und gebraucht. Viele Ältere, die Aufgaben übernehmen, erleben wieder eine Struktur in ihrem Alltag. Sie halten sich fit und haben eine sinnvolle Beschäftigung im Alltag.